"Hagi-Areal"

Das "Hagi-Areal" – Worum es geht

Das Hagi-Areal ist ein zentrales Entwicklungsprojekt der Reformierten Kirche Illnau-Effretikon. Gemeint sind die Liegenschaften und Grundstücke an der Tagelswangerstrasse 7, 7a und 9 sowie an der Hagenacherstrasse 21 in Effretikon. Zusammen bilden sie ein Areal von rund 1'843 m² in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof Effretikon.

Heute werden die Gebäude unterschiedlich genutzt: unter anderem für Wohnen, gewerbliche Nutzungen sowie für kirchliche und diakonische Angebote. Mit dem Erwerb der Liegenschaften an der Tagelswangerstrasse im Jahr 2021 eröffnete sich für die Kirchgemeinde die Möglichkeit, das ganze Areal langfristig weiterzuentwickeln.

Die zentrale Frage lautet: Wie kann das Hagi-Areal in Zukunft so genutzt werden, dass es unserer Kirchgemeinde und den Menschen in Illnau-Effretikon dient – sozial wertvoll, ökologisch verantwortbar und wirtschaftlich tragfähig?

Dabei orientieren wir uns an unserer Vision:

«Mit Christus unterwegs – gemeinsam, in unserem Leben, in unserer Stadt!»

 

Machbarkeitsstudie

Die Kirchgemeindeversammlung vom 3. Juni 2025 hat einen Kredit von CHF 60'000 für die Erstellung einer Machbarkeitsstudie zum Hagi-Areal genehmigt. Diese Studie liegt nun vor.

Damit sich Gemeindeglieder und interessierte Personen ein eigenes Bild machen können, stellt die Kirchenpflege die Unterlagen öffentlich zur Verfügung. Die Dokumente zeigen mögliche Entwicklungsrichtungen für das Hagi-Areal, prüfen bauliche Varianten, mögliche Nutzungen, Kosten und Erträge und formulieren Empfehlungen für die nächsten Schritte.

Wichtig ist: Mit der Machbarkeitsstudie ist noch kein Bauentscheid verbunden. Die Unterlagen dienen der Information, der Meinungsbildung und der Vorbereitung der weiteren Diskussion.

 

Kurze Einordnung: Was die Studie leistet

Die Machbarkeitsstudie untersucht, was auf dem Hagi-Areal grundsätzlich möglich wäre. Sie verbindet baurechtliche und städtebauliche Abklärungen mit Überlegungen zu Nutzung, Betrieb, Wirtschaftlichkeit und kirchlichem Auftrag.

Geprüft wurden verschiedene Varianten: vom Erhalt und der Weiterentwicklung des Bestandes über einen Teilersatzneubau bis hin zu einem Ersatzneubau mit Gestaltungsplan. Die Studie zeigt Chancen und Grenzen dieser Varianten auf.

Offen bleiben weiterhin wichtige Grundsatzfragen: Welche Nutzungen sollen tatsächlich weiterverfolgt werden? Wie stark soll der Bestand erhalten bleiben? Soll die Kirchgemeinde das Areal selbst entwickeln oder mit Partnern zusammenarbeiten? Und welche finanziellen, organisatorischen und kirchlichen Ziele sollen für die nächste Phase leitend sein?

 

Vorstellung an der Freien Versammlung

Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie werden an der Freien Versammlung vorgestellt:

Dienstag, 8. September 2026, 19.30 Uhr
Rebbuckzentrum Effretikon

Mitarbeitende von Planwerkstadt AG werden die wichtigsten Ergebnisse erläutern und für Fragen zur Verfügung stehen.

Die Kirchenpflege lädt alle interessierten Gemeindeglieder und weiteren Interessierten herzlich ein, sich zu informieren, mitzudenken und Fragen einzubringen.

 

Unterlagen zum Download

Hinweis: Bei den Kosten- und Ertragsangaben handelt es sich um Grobschätzungen im Rahmen einer Machbarkeitsstudie. Sie sind keine Projektkredite und ersetzen keinen späteren Entscheid der zuständigen Organe.


Zentrale Unterlagen

Beschluss der Kirchgemeindeversammlung vom 3. Juni 2025 
Ausgangspunkt der Machbarkeitsstudie: Die Kirchgemeindeversammlung hat den Kredit für die Erarbeitung der Studie genehmigt.

Machbarkeitsstudie Hagi-Areal – Schlussbericht, 18. Juni 2026 
Der Schlussbericht ist das zentrale Dokument. Er fasst Ausgangslage, Ziele, Standort- und Bedarfsanalyse, geprüfte Varianten, wirtschaftliche Kennzahlen, zentrale Erkenntnisse sowie Empfehlungen und nächste Schritte zusammen.


Beilagen:

Auszug Varianten 
Eine visuelle Ergänzung zum Schlussbericht. Der Auszug zeigt Pläne, Volumen und Grundrisse zu den geprüften Varianten: Bestand, Aufstockung, Teilersatzneubau und Ersatzneubau mit Gestaltungsplan.

Tabelle Kosten und Erträge (XLSX)
Die Zahlenbasis zu Baukosten, Anlagekosten, Flächen, Mietannahmen und jährlichen Erträgen der vertieften Varianten. Die Zahlen sind Richtgrössen und dienen der Einordnung der Varianten.

Parkplatzberechnung 
Die Berechnung zeigt den Parkplatzbedarf für Bestand und Varianten gemäss Bau- und Zonenordnung sowie die möglichen Reduktionen aufgrund der Lage.

Baumassenberechnung 
Diese Unterlage erläutert die baurechtlichen Grundlagen und die vorhandenen Baumassenreserven auf dem Areal.

Potentialcheck Hagi-Areal – Kündig Architekten, 28. Februar 2024 
Eine frühe baurechtliche und architektonische Grundlagenabklärung. Der Potentialcheck diente als Vorarbeit und wurde in der Machbarkeitsstudie weiter vertieft.

Potentialcheck – Präsentation, 28. Februar 2024 
Eine anschauliche Präsentation des frühen Potentialchecks mit Bestandsbildern, Situation, baurechtlichen Grundlagen und ersten Volumenüberlegungen.

 

Bisheriger Weg

Breite Zustimmung zum Hagi-Areal

An der Kirchgemeindeversammlung vom 24. März 2021 befanden die Mitglieder der Reformierten Kirche Illnau-Effretikon über den Kauf von drei Grundstücken an der Tagelswangerstrasse 7, 7a und 9 in Effretikon. Diese grenzen an die bereits im Besitz der Kirchgemeinde befindliche Liegenschaft an der Hagenacherstrasse 21, das «Hagi», an.

Rund 90 Personen fanden sich auf dem Rebbuckhügel zur Beschlussfassung ein. Beantragt wurde der Kauf der drei Grundstücke, wodurch zusammen mit der bestehenden Liegenschaft an der Hagenacherstrasse ein zusammenhängendes Areal von rund 1'800 m² entstehen konnte.

Das Geschäft sorgte für eine lebhafte Diskussion. Zu reden gab unter anderem der Kaufpreis von CHF 3.75 Mio. Die Kirchenpflege liess den Wert der Liegenschaften durch zwei unabhängige Gutachten prüfen. Die Rechnungsprüfungskommission kam zum Schluss, dass die finanzielle Situation der Kirchgemeinde eine solche Anlage im Finanzvermögen zulasse und angesichts des hohen Eigenkapitals und der erwarteten Renditen sinnvoll sei. Auch ein späterer Wiederverkauf wurde als grundsätzlich ohne finanzielle Einbussen möglich eingeschätzt.

In der Diskussion sahen zahlreiche Anwesende im Hagi-Areal eine Chance, im Stadtkern von Effretikon neue Projekte zu verwirklichen. Gleichzeitig wurden auch kritische Fragen gestellt: ob sich die Kirchgemeinde mit einem solchen Projekt nicht übernehme und ob zusätzliche Räume für zukünftige Angebote tatsächlich nötig seien.

Nach über zwei Stunden intensiver Debatte zeigte sich in der Abstimmung ein klares Bild: Über 80 Prozent der Anwesenden stimmten dem Kauf der Liegenschaften zu. Ein Antrag auf nachträgliche Urnenabstimmung wurde verworfen.


Partizipativer Prozess

Mit dem Kauf der Liegenschaften war bewusst noch keine konkrete Nutzung beschlossen. Die Kirchenpflege entschied sich deshalb für einen partizipativen Weg.

In den folgenden Jahren wurden gemeinsam mit Arbeitsgruppen, Fachpersonen und weiteren Beteiligten verschiedene Ideen und Entwicklungsmöglichkeiten geprüft. Im Zentrum stand die Frage, wie auf dem Hagi-Areal langfristig attraktive Lebensräume entstehen könnten – im Sinne der kirchlichen Vision und zugleich mit einem realistischen Blick auf Wirtschaftlichkeit, Betrieb und bauliche Möglichkeiten.

Diskutiert wurden unter anderem Räume für Jugendliche, betreutes Wohnen, ein Gartencafé, Generationenwohnungen, Coworking-Angebote, Gemeinschaftsräume, Werkstätten, Beratungsangebote und weitere quartierbezogene Nutzungen. Angestrebt wurde von Anfang an eine Mischnutzung, welche einen Mehrwert für die Bevölkerung schafft und zugleich die langfristige Tragfähigkeit des Areals im Blick behält.


Potentialcheck und Informationsanlass

Im Jahr 2024 wurde ein erster Potentialcheck erarbeitet. Dieser untersuchte die baurechtlichen und architektonischen Möglichkeiten des Areals und zeigte, dass eine vertiefte Abklärung sinnvoll ist.

Als Vorbereitung auf die Kirchgemeindeversammlung vom 3. Juni 2025 fand am 6. März 2025 ein öffentlicher Informationsanlass statt. Dort wurden der bisherige Stand, die Überlegungen der Kirchenpflege und die nächsten Schritte vorgestellt. Ziel war es, transparent zu informieren und Fragen sowie Anregungen aufzunehmen.

Hier finden Sie die damals gezeigte Präsentation:
Präsentation Informationsanlass Hagi-Areal vom 6. März 2025 

Gerne verweisen wir auch auf die Angaben in der güggel.post vom 29. November 2024:
güggel.post vom 29. November 2024 


Auftrag der Kirchgemeindeversammlung

An der Kirchgemeindeversammlung vom 3. Juni 2025 wurde der Kredit für die Erstellung einer Machbarkeitsstudie genehmigt. Damit erhielt die Kirchenpflege den Auftrag, die baulichen, betrieblichen, finanziellen und nutzungsbezogenen Fragen vertieft untersuchen zu lassen.

Die Machbarkeitsstudie wurde anschliessend mit Unterstützung von Planwerkstadt AG sowie weiteren Fachpersonen erarbeitet und im Juni 2026 abgeschlossen. Sie bildet nun die Grundlage für die nächsten Diskussionen und Entscheide.

 

Weitere Informationen zur Vorgeschichte

Beschlussprotokoll der Kirchgemeindeversammlung vom 24. März 2021 

Informationsschreiben der Kirchenpflege zum Hagi-Areal 

Rentabilitätsbetrachtungen Hagi-Areal 

Weisung zur Kirchgemeindeversammlung vom 24. März 2021 

 

Der weitere Weg

Die Machbarkeitsstudie ist ein wichtiger Zwischenschritt. Sie schafft Transparenz, zeigt Möglichkeiten auf und benennt offene Fragen. Der nächste Schritt ist die gemeinsame Meinungsbildung: in der Kirchenpflege, in der Kirchgemeinde und im Austausch mit interessierten Personen und möglichen Partnern.

Die Freie Versammlung vom 8. September 2026 bietet Gelegenheit, die Ergebnisse vertieft kennenzulernen, Rückfragen zu stellen und miteinander über die Zukunft des Hagi-Areals ins Gespräch zu kommen. Sie sind herzlich dazu eingeladen!