Kollekten

Was will Kollekte sein?

Grundlage für unser kirchliches Kollektensystem ist 2. Kor. Kapitel 8–9. Dort sammelt Paulus in Korinth für die verarmte Gemeinde in Jerusalem.

Magdalene L. Frettlöh, Privatdozentin für systematische Theologie an der Uni Bochum, legt das paulinische Kollektenprojekt u. a. so aus: Kollekte ist charis, das heisst Gnade und Dank. So wie Gott sich uns heilvoll zuwendet, dürfen auch wir uns einander heilvoll zuwenden. Darum ist Kollekte auch diakonia: Wer viel empfangen hat, gibt weiter an die, welche Mangel haben, wodurch ein Ausgleich entsteht. Das Geben soll aber keine Einbahnstrasse sein. Darum ist Kollekte auch koinonia: Geber und Empfänger stehen in gegenseitigem Austausch und sind Teil derselben Gemeinschaft. Weil letztlich alles von Gott empfangen ist – beim Geber wie beim Empfänger – wird Kollekte auch zur leitourgia, das heisst zum Dankgebet bzw. zu unserem Dienst an Gott. Weil wir von ihm genug empfangen haben, können wir dankbar auch anderen geben. Die Gabe Gottes an uns (charis) angereichert mit unserer Antwort und darum voller Momente der Partizipation und Kooperation fliesst als «gute, schöne Gabe» (eu-charis-tia) zurück zu Gott.

Kurz zusammengefasst: «Gott, wir danken dir und geben dir aus deiner Hand» (David in 1. Chr. 29,1314).

Kollektenplan 2020

Kollekten-Empfänger 2020